
Sprüche 16, 1-3
Der Mensch denkt über vieles nach und macht seine Pläne, das letzte
Wort aber hat Gott. Der Mensch hält sein Handeln für richtig, aber
Gott prüft die Motive. Vertraue Gott deine Pläne an, er wird dir
Gelingen schenken
Wenn ich diesen Text
lese, bin ich schnell dabei ihn als „richtig“ zu akzeptieren, ihn so
allgemein stehen zu lassen und zur nächsten Sache überzugehen. Aber
da fällt mir ein, ihn noch mal ganz persönlich auf mich zu beziehen
und überall „der Mensch“ durch „ich“ zu ersetzen. Und plötzlich
stehe ich vor der Frage, ob diese Aussagen eine Warnung oder ein
Zuspruch für mich sind.
Einerseits gibt es so vieles, wo ich mein eigenes Ding machen will
und andererseits ist meine Lebenswelt so komplex, dass mir jede
Unterstützung recht ist. Aber in beiden Fällen kann es mit Gott
zusammen nur besser werden und das ist eine gute Perspektive.
** Welche Gedanken
und Pläne treiben dich in deinem Alltag gerade um?
** Was sind deine Motive im Leben?
** Wo stört dich die Herrschaft Gottes und bei was hilft sie dir?
** Beziehst du Gott von vornherein bei allem mit ein?
Martin May, CVJM Bayreuth (teilweise gekürzt)
Gott macht uns als Mitarbeiter aus
lauter Barmherzigkeit zu Schlüsselfiguren.
Die Situation der Mitarbeiter in einem CVJM entscheidet darüber, ob
ein Verein oder eine Gruppe missionarische Stoßkraft hat. Die
Mitarbeiterfrage ist deshalb die wichtigste Frage unserer Seelsorge.
Wenn der Feind Gottes und der Menschen sein Zerstörungswerk vorwärts
treiben will, dann wird er immer bei den Mitarbeitern ansetzen.
Wo es ihm gelingt, Mitarbeiter lahm zu legen, da braucht er nicht
mehr zu befürchten, dass durch Zeugnis und Dienst dieser Mitarbeiter
Menschen zu Jesus gerufen und gerettet werden.
Deshalb: Augen auf!
Ulrich Parzany, Generalsekretär des CVJM Deutschland im (Un-)Ruhestand
Die Aufforderung, sich zu Gott zu
bekehren, zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Sie
ist gerichtet an ein ganzes Volk, an bestimmte Gruppen und auch an
einzelne Menschen.
Wir alle müssen uns das immer wieder sagen lassen. Denn schnell und
oft passiert es, dass wir Gott nicht den ihm gebührenden Platz
einräumen. Er rückt an die zweite, dritte, vierte Stelle unserer
Interessen, oder wir vergessen ihn ganz und leben so, als ob es ihn
nicht gäbe.
Dieses Verhalten nennt die Bibel „Sünde“. Wie oft wir Gott aber auch
davonlaufen, er gibt uns durch Jesus auch jedes Mal wieder neu die
Chance, in seine offenen Arme zurückzukehren.
Die Reihenfolge der verschiedenen Aufforderungen im Wort des
Propheten Hosea ist sicher nicht zufällig:
Zuerst kommt das Festhalten an Gottes Barmherzigkeit und Recht. Ich
denke, dass dabei ganz bewusst die Barmherzigkeit noch vor dem Recht
genannt ist. Stets auf Gott hoffen heißt: Immer mit ihm rechnen. Ihm
zutrauen, dass er weiterhilft, wenn wir am Ende sind; dass er heilen
kann, was uns nicht mehr reparierbar erscheint. Einen
„hoffnungslosen Fall“ gibt es bei ihm nicht!
Nach Bernd Häcker
„Der Psalter ist einzig in seiner Art,
dass er nicht allein die Werke der Heiligen erzählt, sondern auch
ihre Worte, wie sie mit Gott geredet und gebetet haben und noch
reden und beten.
Die anderen Bücher, wenn man sie mit dem Psalter vergleicht, halten
uns schier lauter stumme Heilige vor. Aber der Psalter führt uns
rechte, wacker lebendige Heilige vor Augen.“
Martin Luther in seiner Vorrede zu den Psalmen
Ein Kolibri prahlte vor einem Storch: "Ich bin immer der schnellste Vogel. Wollen wir nicht einmal um die Wette fliegen?"
"Warum nicht?" meinte der Storch. "Mach du dich schon auf, ich komme gleich nach." Sie überquerten einen breiten Fluss, dessen anderes Ufer man nicht sehen konnte. Der Kolibri stieg steil auf und schoss wie der Blitz davon. Der Storch ließ sich Zeit. Bedächtig segelte er durch die Luft. Lange dauerte es, bis der Kolibri endlich die Mitte des Flusses erreicht hatte. Schließlich war er erschöpft, aber kein Stein, kein Ast war zu sehen. Er fiel aufs Wasser.
Weil er so leicht war, trugen ihn die Wellen. Da kam der Storch heran. "Ich habe es satt", stöhnte der Kolibri. "Willst du mich nicht ein Stück mitnehmen?" "Aber gern." Mit letzter Kraft flog der Kolibri auf ein Bein des Storches, und so gelangten beide ans andere Ufer. Am nächsten Tag schlug der Kolibri vor: "Könnten wir nicht..." - "Das ist eine ausgezeichnete Idee", stimmte der Storch zu. "Aber diesmal setzt du dich gleich auf mein Bein."
Ein guter Freund trägt dazu bei, dass man sich selbst erkennt,
seine Grenzen sehen lernt, dass man vom hohen Ross heruntersteigt
und sich sehen helfen lässt. Solch ein zuverlässiger Freund ist
Jesus. Wie viel Geduld hat er mit uns! Er begleitet uns auch auf
Irrwegen. Und wenn wir uns durch unsere Selbstüberschätzung in Not
gebracht haben, hilft er uns heraus. Er trägt uns. Er geleitet uns
sicher ans Ziel. Vertrauen wir ihm! Nehmen wir ihn uns zum Vorbild!
Suchen wir nicht nur Freunde, die uns Vorteile verschaffen, sondern
auch solche, die auf unsere Hilfe warten.
Kurt Selchow
Schuld mit sich herumtragen, sich
verstecken, sich verbiegen, sich winden, sich drehen, notlügen, noch
eine Lüge auftischen, die Halbwahrheit sagen, die kurzen Beine der
Lügen fürchten, zweideutig reden, in Angst leben, schweißgebadet
aufwachen, auf das Leuchten des Angesichtes Gottes verzichten
müssen, Gott fürchten müssen.
ODER
Schuld bekennen, umkehren, die Sünde loslassen, aufatmen,
durchatmen, endlich wieder von Herzen lachen können, sich selber
wieder sehen können, im Nächsten Christus entdecken, endlich wieder
gut schlafen, frei sein, das Leben wieder anpacken, das Leben
spüren, Freude ausstrahlen, wieder Lebensmut gefasst, das Leuchten
des Angesichtes Gottes genießen, Gott fürchten wollen.
Ich lese die Bibel nicht nur, wenn ich Lust dazu habe. Zwar ist
jeder Mensch anders veranlagt und jeder wird deshalb seinen Stil
finden; aber jeder braucht seine eigenen guten Gewohnheiten.
Dazu kommt man nur durch Übung. Deshalb rate ich dir, regelmäßig die
Bibel zu lesen und dies auch zu bestimmten Zeiten zu tun. Was wir
unregelmäßig tun, werden wir bald gar nicht mehr tun. Es mag etwas
hart sein und dich einiges an Kraft und Willen kosten; aber es ist
hilfreich.
Die meisten lesen morgens in der Bibel, solange sie noch »frisch«
sind.
Fritz Gaiser (ehemaliger Direktor des Johanneums)
Durst auf Leben Durst auf Leben – so das Motto in der Werbung
eines sehr bekannten Mineralwasserherstellers. Das Kleingedruckte
verspricht: „Das Mineralwasser „Ü motion“ liefert die Frische für
ein Leben voller Aktivität und Lebensdurst – von morgens bis abends.
… Mit „Ü…“ kann da nichts schief gehen: das Mineralwasser, erfrischt
Körper und Geist und macht Durst auf Leben.“ Nur ein Schluck aus der
Flasche und das Leben gelingt. Das ist ja einfach. Na dann, auf zum
Getränkemarkt. „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Johannes 14,19 /
Jahreslosung 2008 Jesus sagt dies zu seinen Jüngern als sie vor
seiner Passion im kleinen Kreis zusammensitzen Was meint er damit?
Will er seinen Nachfolgern Mut machen mit dem Ausblick auf ein Leben
nach dem Tod? Hier wir aber nicht von der Auferstehung gesprochen.
Jesus sagt nicht ihr werdet leben, er sagt ihr sollt leben. Jesus
fordert seine Nachfolger damit au f jetzt und heute zu leben.Wie
soll das gehen? Sparen wir uns den Weg zum Getränkemarkt – es geht
noch einfacher. Das Johannes-Evangelium zeigt uns Jesus Christus als
die Quelle, aus der wir trinken können: Jesus rief: „Wen da
dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die
Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers
fließen. " (Joh 7,37-38). Gehen wir zu Jesus. Denn es gibt auch ein
Leben vor dem Tod. Und das ist mit Jesus erfrischend für Körper,
Geist und Seele.
gez. StJe
Durch die Kreuzigungsszene geht ein großes Köpfeschütteln: Simon schüttelt den Kopf, als ihm der Querbalken des Kreuzes aufgelegt wird. Die Passanten und die Delinquenten schütteln die Köpfe über so viel Lächerlichkeit: König der Juden. Die VIPs schütteln die Köpfe. Und Jesus schüttelt den Kopf. Auf Betäubung verzichtet er. Mit Bewusstsein gibt er sein Leben für uns. 1. Welche Fragen kommen dir, wenn du Jesus am Kreuz siehst? 2. Was löst das Sterben von Jesus in deinem Leben aus? Rainer Dick CVJM Landesverband Bayern
Mark Twain soll einmal gesagt haben: Die meisten Menschen haben
Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich
muss zugeben, dass gerade die Bibelstellen, die ich verstehe mir
Schwierigkeiten machen.“
Mark Twain